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Montag, 7. April 2014

Erste Woche im Regenwald

Ich bin also noch am Leben. Es gibt in Sharamentsa, der Gemeinde, wo ich mich die letzte Woche und die nächsten beiden Wochen aufhalte, aktuell keinen Internetzugang. Das macht auch nichts, denn ich nutze gerade die günstige Gelegenheit eines Besuchs in der Kapawi Eco-Lodge, um kurz das Notwendigste in die Welt zu schicken. Leider bleibt es wohl aufgrund der langsamen Verbindung bei einer Mail und diesem Blogeintrag, Datensicherung muss mit Festplatte und USB-Stick reichen.

Die Forschung lässt sich gut an. Eine kleinere Durchfallattacke habe ich an einem Tag mit Hilfe von Lopedium und Ingwertee schnell weggesteckt und Mückenstiche kratzen mich schon jetzt nicht mehr. Ich beginne immer mehr Leute in der Gemeinde kennenzulernen, teils beim Arbeiten, teils beim Spielen, teils bei Gemeindeversammlungen oder beim Essen.
Arbeiten kann hier bedeuten, dass ich mich beteilige, wenn es gilt ein Stück Wald mit der Machete zu lichten oder Bretter von einem Lagerort im Wald in die Schreinerei zu bringen (Gummistiefel und Hut nicht vergessen, es regnet in Strömen). Spielen bedeutet vor allem „Ecuavolei“, also Ecuadorianisches Volleyball, wobei der Ball ein Fußball ist und die Teams aus drei Personen bestehen. Hardcore, denn die Jungs hier sind gut im Training :)
Eine erste Gemeindeversammlung gab es auch schon, bei der nach Tagesordnungspunkten ausführlich auf Achuar diskutiert wurde. Ich habe hinterher gefragt, worum es ging, aber auch die Wortmeldungen waren zum Teil mit Spanisch durchsetzt, so dass ich etwas folgen konnte.


Lieblingsarbeitsplatz

Lieblingsausblick

Typisches Frühstück: Eier, Yuca, Banane, Lemongrasstee

Tierchen (Jagdspinne)
Jungschlange

Ja, Tausendfüßler von etwa 15 cm.

Kanureise auf dem Pastaza

Ecuavolei


Soweit ist alles im Plan und ich bin guter Dinge, dass ich in zwei weiteren Wochen in Sharamentsa und dem nächsten Aufenthalt in der anderen Gemeinde - dann bei den Shuar – ein recht umfassendes Bild dieser Kooperation zeichnen kann.

Ich hoffe, Deutschland und dem Rest geht es gu! Nachrichten bekomme ich hier jedenfalls nicht. Liebe Grüße und bis zur nächsten Internetverbindung :)

Dienstag, 11. Februar 2014

Back and there again

Heimkommen und wieder aufbrechen :) Es ist gut 5 Monate her, dass ich nach zwei Wochen im Regenwald von Pastaza und Morona Santiago nach Deutschland zurückgekehrt bin. Es war nicht einfach, nach mehreren berufstätigen Jahren wieder in ein studentisches Leben zurückzufinden, aber es ist mir gelungen. Heute bin ich Promotionsstudent an der Ludwig-Maximilians-Universiät in München.

Diese neue Lebenslage bedeutet auch, dass ich im Rahmen meines Forschungsprojekts bald wieder in den Regenwald aufbrechen werde. Bis dahin versuche ich hier das Bloggen wieder aufzunehmen. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, alle auf dem Laufenden zu halten, weshalb ein Blog besonders nützlich sein kann. Außerdem wird der nächste Trip in den Dschungel einige Wochen dauern und ich werde oft mit mir und meinen Gedanken allein sein, deshalb versuche ich jetzt schon die Gewohnheit des Schreibens zu etablieren. Wie schon der Anthropologe Russell Bernard geschrieben hat: "The difference between field work and field experience is field notes."

Um mich und meine Leser auf die Reise vorzubereiten, hier ein paar fotografische Eindrücke von meiner ersten Reise zu den Achuar und Shuar im Südosten Ecuadors...